Tagung „Starke Schulen. Starke Absolventen. Starke Unternehmen.“

Wie gelingt der Übergang von der Schule in den Beruf? Und wie bekommt der Arbeitsmarkt die Absolventen, die er braucht? Zu diesen beiden grundsätzlichen Fragen haben über 300 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Schule und Wissenschaft am 29. März 2011 in Berlin diskutiert. Angeregt durch Impulsvorträge kamen Vertreter aus Schule, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft darüber miteinander ins Gespräch, wie der Übergang von der Schule in das Berufsleben gelingen kann.

Es wurde deutlich, dass der Übergang vor allem den Schulen besonders gut gelingt, die auch mit außerschulischen Partnern zusammenarbeiten und die individuellen Stärken ihrer Schülerinnen und Schüler fördern. Vertreter der Wirtschaft unterstrichen, wie wichtig auch die Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen ist, die an vielen Schulen schon vorbildlich funktioniert.

Programm der Tagung „Starke Schulen. Starke Absolventen. Starke Unternehmen.“

Grußwort

Bernd Knobloch, Vorstandsmitglied der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung 

Impulsvortrag 
„Der Arbeitsmarkt braucht Potenziale“

Hans-Joachim Fuchtel MdB, parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales 

Thematische Einführung 
„Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben - Schule braucht den Kontakt zur Praxis“

Claudia Zinke, Staatssekretärin für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Berlin 

Impulsvortrag 
„Berufsorientierung als Mittel zur Schulentwicklung“

Frank J. Weise, Vorsitzender des Vorstands der Bundesagentur für Arbeit 

Frank J. Weise stellte in seinem Impulsvortrag heraus, dass sich die Gesellschaft angesichts des kommenden Fachkräftemangels und der sinkenden Zahl von Schülern nicht erlauben kann, dass junge Menschen keinen Schulabschluss oder keine Berufsausbildung machen. Er betonte, dass die Prävention von Arbeitslosigkeit für alle am Bildungsprozess Beteiligten sinnvoller und effektiver ist als Reparaturmaßnahmen im Nachgang. 

Podium I 
„Abschluss bringt Anschluss - wie gelingt der Übergang von der Schule in den Beruf?“

Prof. Dr. Isabell van Ackeren,Universität Duisburg-Essen, Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, Herwig Dowerk, Schulleiter der Kooperativen Gesamtschule Neustadt am Rübenberge, Marlehn Thieme, Deutsche Bank AG

Podium II 
„Welche Absolventen braucht der Arbeitsmarkt - und wie bekommt er sie?“

Reiner von Borzyskowski, Schulleiter der Hauptschule Coerde in Münster, Dr. Gerhard F. Braun, Vizepräsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Christian Ramm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Eberswalde, Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, Gerhard Ziener, Stellv. Direktor des Pädagogisch-Theologischen Zentrums der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Am Nachmittag ging die Tagung über in das Werkstattgespräch „Selbstständige Schule", in welchem sich u. a. Leitungsteams der Siegerschulen mit Fragen wie „Was sind Kompetenzen und Standards?“ beschäftigten.